Freiwillige Feuerwehr Thomm


Informationen für unsere Mitbürger

 

Notruf / Rauchmelder / Feuerlöscher / Schornsteinbrand / Fettbrand

 

NOTRUF

 

Absetzen des Notruf (Tel. 112): 5 x W

   
 Wer meldet Nennen Sie Ihren Vor- und Zunamen
 Wo ist es passiert Geben Sie die exakte Adresse mit Straße, Hausnummer und den Ort an, wenn nicht möglich, beschreiben Sie Ihren Standort anhand irgendwelcher Hilfsmittel bzw. Hinweise (z.B. markante Gebäude, Flüsse, Seen ...)
 Was ist geschehen Ist ein Unfall passiert? Brennt es? Geben Sie eine kurze Schilderung des Geschehenen an.
 Wieviele Verletzte Geben Sie an, ob es Verletzte gibt oder Sie Personen gesehen haben, die sich in Gefahr befinden.
 Warten auf Rückfragen Legen Sie den Hörer auf gar keinen Fall auf. Sondern warten Sie und geben dem Kollegen am Telefon die Möglichkeit Rückfragen zu stellen.

 

Wie verhalte ich mich im Notfall

Bitte bewahren Sie Ruhe, verbleiben Sie am Ort des Geschehens, damit Sie die Rettungskräfte einweisen können.

Notrufe sind grundsätzlich kostenlos!

Von einer Telefonzelle können Sie ohne Karte oder Münzen den Notruf wählen. Früher waren in vielen Telefonzellen SOS-Schalter eingebaut, das ist mittlerweile überflüssig. In allen Mobilfunknetzen ist der Notruf zu Feuerwehr und Polizei ebenso kostenfrei.

 

Grundsätzlich

Verhalten bis zum Eintreffen der Feuerwehr

 

Notrufnummern

 

Polizei    110

Feuerwehr    112

Rettungsdienst    112

Krankentransport    19222

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RAUCHMELDER

 

 

Rauchmelder ..... gehören in jede Wohnung

 

600 Brandtote jährlich in Deutschland  -  95 % sterben durch den Brandrauch.

 

Täglich werden in Deutschland 2 Menschen durch Brände getötet. Die meisten werden Nachts im Schlaf überrascht und sterben letztendlich an einer Rauchvergiftung durch das Einatmen der geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid. Den der Rauch ist lautlos und schneller als das Feuer. Deshalb gilt: Brandtote sind Rauchtote.

 

Die eigentliche Gefahr für unser Leben ist also der Rauch und nicht das Feuer!

 

Rauchmelder retten Leben. Diesen Satz kann man wirklich wörtlich nehmen. Drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein. Genau hier verschafft ihnen der Rauchmelder, durch seinen lauten Alarm, den entscheidenden Vorsprung um sich und ihre Familie in Sicherheit zu bringen.

 

 

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

 

Hochwertige Rauchmelder funktionieren nach dem optischen Prinzip. In der Messkammer des Rauchmelders werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet. Da saubere Luft praktisch keine Lichtstrahlen reflektiert, treffen die Strahlen nicht auf die Fotolinse. Sobald Rauch in die Messkammer des Rauchmelders eintritt werden die Lichtstrahlen reflektiert und gestreut. Jetzt werden sie auf die Fotolinse abgelenkt. Der Rauchmelder hat den Rauch "erkannt" und löst einen sehr lauten Alarmton aus.

Die meisten Rauchmelder sind batteriebetrieben und arbeiten deshalb völlig unabhängig von der normalen Stromversorgung. Ungefähr einen Monat bevor die Batterie leer ist, ertönt ein sich immer wiederholendes Warnsignal. Es zeigt an dass die Batterie ausgewechselt werden muss. Hochwertige Rauchmelder kommen mit einer "Batteriefüllung" ca. 5 Jahre aus. Mit Hilfe der Prüftaste sollten sie den Melder von Zeit zu Zeit auf Funktion überprüfen.

 

 

Was ist beim Kauf von Rauchmeldern zu beachten?

 

Die Feuerwehr empfiehlt hochwertige optische Rauchmelder. Achten Sie beim Kauf auf folgende Merkmale:

 

Wo werden die Rauchmelder installiert?

 

Befestigen Sie Rauchmelder immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt. Der Abstand zur Wand sollte mindestens 50 cm betragen. In Räumen in denen normalerweise starker Dampf, Rauch oder Staub entsteht (z.B. Badezimmer) sollten keine Rauchmelder angebracht werden.

Als Mindestschutz sollte ein Rauchmelder pro Flur pro Etage installiert werden.

 

M = Mindestschutz

O = Optimaler Schutz

 

Kleinwohnung 3-Zimmer-Wohnung Mehrstöckiges Haus

 

 

Wer sich und seine Familie noch optimaler schützen will kann sein Haus mit Funk-Rauchmeldern ausstatten. Diese Melder können untereinander vernetzt oder an eine Funkzentrale angeschlossen werden. Wenn ein Rauchmelder in dem Netzwerk einen Alarm auslöst, gibt er diesen Alarm an alle anderen Melder weiter, die dann ebenfalls Alarm schlagen. So kann kein Alarm mehr überhört werden.

 

Für weitere Fragen zum Kauf oder Installation wenden Sie sich an Ihre örtliche Feuerwehr.

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FEUERLÖSCHER

 

Nachfolgend möchten wir Ihnen den Sinn und Zweck von Feuerlöschern etwas näher bringen. Nach unseren Erfahrungen kann der frühzeitige Einsatz von Feuerlöschern Leben retten und Sachschäden verringern.

Feuerlöscher dienen zur wirksamen Bekämpfung von Entstehungsbränden. Das bedeutet, dass nur kleine und in der Entstehung befindliche Brände erfolgreich gelöscht werden können. Jeder Feuerlöscher ist ohne besondere Kenntnisse zu bedienen, es genügt völlig, die aufgedruckte Gebrauchsanweisung zu befolgen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie sich allerdings schon jetzt mit der Bedienung der bei Ihnen verfügbaren Feuerlöscher vertraut machen. Lesen Sie dazu die auf dem Feuerlöscher angebrachte Gebrauchsanweisung aufmerksam durch und machen Sie sich mit den vorhandenen Bedienungselementen vertraut. Dies erspart Ihnen im Ernstfall wertvolle Zeit und rettet eventuell Leben!

Sie sollten auch kontrollieren, ob sich der Feuerlöscher in Ihrer Umgebung für die bei Ihnen vorhandenen brennbaren Stoffe eignet. Auf dem Feuerlöscher sind Piktogramme für die Eignung der verschiedenen Brandklassen aufgedruckt. Die folgenden zwei Tabellen sollen Ihnen Aufschluss über die Brandklassen und Eignung der verschiedenen Feuerlöscher in Bezug auf die jeweiligen Brandklassen geben.

Einteilung der Brandklassen und die dafür geeigneten Feuerlöscher
 
Brandklasse A:
Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen z.B. Holz, Papier, Stroh, Textilien, Kohle, Autoreifen
Brandklasse B:
Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen z.B. Benzin, Benzol, Öle, Lacke, Teer, Äther, Alkohol, Stearin, Paraffin
Brandklasse C:
Brände von Gasen z.B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Erdgas, Stadtgas
Brandklasse D:
Brände von Metallen z.B. Aluminium, Magnesium, Lithium, Natrium, Kalium und deren Legierungen
Brandklasse E:
Brände aus spannungsführenden elektrischen Anlagen, z.B. Motoren, Transformatoren, Verteiler- und Schaltanlagen, Isolationen, Wicklungen, usw. bis 1000 V
Brandklasse F:
Brände von Speisefett oder -öl

 

  Brand-
klassen
Brandklasse A Brandklasse B Brandklasse C Brandklasse D
Pulverlöscher
mit Glutbrandpulver
PG ja ja ja nein nein
Pulverlöscher
mit Metallbrandpulver
PM nein nein nein ja nein
Pulverlöscher P nein ja ja nein nein
Kohlendioxid-Löscher (CO2) K nein ja nein nein nein
Wasserlöscher W nein nein nein nein
Schaumlöscher S ja ja nein nein nein
Fettbrandlöscher F ja ja nein nein ja

 

Funktionsweise von Feuerlöscher

            

 1. Sicherungsstift oder -lasche ziehen  
2. Schlag oder -Druckknopf  betätigen 
3. Feuer mit Löschpistole gezielt und stoßweise löschen.

Machen Sie sich vor dem Ernstfall  mit der Funktionsweise Ihres Feuerlöschers am Arbeitsplatz,
im PKW oder bei Ihnen Zuhause bekannt.

Hinweis: Pro Kilogramm Löschmittel haben Sie circa 2 Sekunden Zeit das Feuer zu bekämpfen!

Einsatztaktik beim Gebrauch von Feuerlöscher

 

Windrichtung beachten, immer mit dem Wind vorgehen, von unten in die Glut, nicht in die Flammen spritzen, dabei genug Abstand halten, damit das Löschmittel möglichst den gesamten Brand einhüllt. Unbedingt stoßweise löschen

.

Flächenbrände von vorne und von unten ablöschen, nicht von hinten oder oben, immer das Brandgut, nicht die Flammen löschen.

 

 

Bei Tropf- oder Fließbränden von oben (Austrittstelle) nach unten (brennende Lache) löschen.

 

 

 

Bei größeren Entstehungsbränden mehrere Feuerlöscher gleichzeitig und nicht nacheinander einsetzen.

 

 

 

Auf Rückzündung achten, Brandstelle nicht verlassen, sondern beobachten.

 

 

Nach der Benutzung des Feuerlöschers, diesen auf keinen Fall wieder an seinen angestammten Platz verbringen, sondern sofort wieder füllen und überprüfen lassen.

 

 

Unterschätzen Sie nicht die gesundheitliche Gefährdung durch Rauch- und Brandgase. Achten Sie auf Ihre Eigensicherung!!

 
Hinweisschilder für Feuerlöscher oder Feuerlöscheinrichtungen

Feuerlöscher sind an leicht zugänglichen Stellen aufzustellen und diese durch gut sichtbare Hinweisschilder zu kennzeichnen. In größeren Gebäuden, z.B. Gasthäusern, Versammlungsräumen, Kindergärten, Schulen, Betriebsstätten etc., ist dies zwingend vorgeschrieben.

 

Dieses Schild weist auf den Aufstellungsort eines Feuerlöschers hin

Dieses Schild weist auf den Aufstellungsort eines Feuerlöschers hin.



Diese Schild weist den Weg zum nächsten Feuerlöscher.

Diese Schild weist den Weg zum nächsten Feuerlöscher.

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SCHORNSTEINBRAND

 

 

Was tun bei einem Schornsteinbrand?

 

In Fachkreisen wird ein Schornsteinbrand als Rußbrand bezeichnet!

Wir bleiben hier aber mal bei der Bezeichnung Schornsteinbrand, weil sich unter diesem Begriff jeder etwas vorstellen kann und er in der Bevölkerung auch ständig so genannt wird. In der kalten Jahreszeit, also während der Heizperiode von ca. Oktober - April, nimmt die Zahl der sog. Schornsteinbrände zu. Viele Haushalte haben ihr Haus in den letzten Jahren wieder verstärkt mit Kaminöfen ausgestattet. Sei es weil die Verteuerung von Öl und Gas sie dazu getrieben hat, oder weil sie es einfach gemütlich finden vor einem Kamin in wohliger Wärme zu sitzen. Der Schornstein ist nun aber einer verstärkten Rußbildung ausgesetzt. Bei der Verfeuerung von Holz oder Kohle entsteht zwangsläufig erheblich mehr Russ als bei den Abgasen einer Gasheizung.

 

 

Was muss ich bei einem Schornsteinbrand tun?

 

Verwenden Sie niemals Wasser zum Löschen des Brandes!

Beim Löschen eines Schornsteinbrandes wird der Dampfdruck im Schornstein so groß, daß der Schornstein auseinander platzen kann. Bei Brandtemperaturen im Schornstein von ca. 1.000 - 1.300 °C wird aus 1 Liter Löschwasser ca. 1800 Liter Wasserdampf. Die Schäden wären dann sehr groß.

 

Rufen Sie sofort Ihre Feuerwehr über den Notruf 112!

Die Feuerwehr wird in der Regel den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister sofort verständigen.

Auch die Feuerwehr wird in der Regel einen Schornsteinbrand nicht löschen, sie hat jedoch einiges zu tun und zu kontrollieren. Der Schornstein wird in allen Etagen sorgfältig kontrolliert. 

Damit der Schornstein durch den aufquellenden Ruß nicht verstopft wird die Feuerwehr den Schornstein auskehren und somit den brennenden Ruß aus der untersten Schornsteinklappe entfernen. Erst wenn der Einsatzleiter der Feuerwehr in Absprache mit dem Bezirksschornsteinfegermeister keine Gefahr mehr für Ihr Haus oder Ihre Wohnung erkennt ist der Brandeinsatz erledigt.

 

 

Wie entsteht ein Schornsteinbrand?

 

Beim Verbrennen von festen Stoffen entsteht Russ. Dieser lagert sich nach und nach an den Schornsteinwandungen ab. Dieser sog. Glanzruß muss regelmäßig durch den Bezirksschornsteinfegermeister entfernt werden. Werden die Ablagerungen nicht regelmäßig entfernt kann es zu einem entzünden des Glanzrußes kommen.

 

Bei ca. 500 - 600 °C ist zieht erst einmal nur starker Rauch aus dem Schornstein.

Dann lässt der Rauch langsam nach und die Brandphase beginnt. Es schlagen Flammen aus dem Schornstein. Die Temperatur im Schornstein steigt auf 1.000 - 1.300 °C.

Jetzt beginnt der gefährlichste Moment. Durch die große Hitze beginnt der Ruß aufzuquellen. Dabei kann das Volumen auf das Siebenfache ansteigen. Der Querschnitt des Schornsteins wird immer kleiner. Die Folge: Die Hitze und der Rauch können nicht mehr nach oben entweichen und verteilen sich deshalb sehr schnell im Gebäude. Größere Schäden sind nun nicht mehr zu vermeiden.

 

 

Die Entstehung von Ruß wird durch folgende Kriterien verstärkt:

 

- Es wird zu feuchtes Holz verwendet

- Für eine saubere Verbrennung wird zu wenig Verbrennungsluft zugeführt

- Es wird ein ungeeigneter Brennstoff verwendet

 

 

 

Wie kann ich einem Schornsteinbrand vorbeugen?

 

1.) Lassen Sie Ihren Schornstein regelmäßig durch den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister überprüfen.

 

2.) Verwenden Sie nur die zugelassenen Brennstoffe (trockenes Holz, Koks, Steinkohle oder Braunkohlebriketts)

 

3.) Verheizen Sie niemals Holz das mit Imprägnierungsmitteln behandelt ist, Kunststoffe, Verpackungsmaterial oder andere Abfälle

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FETTBRAND

 

 

Fettbrände niemals mit Wasser löschen !!

Was in einer Küche alles brennen kann?
Eine ganze Menge: z.B. Ihre Einbauschränke oder die Dunstabzugshaube, die bei manchen voller Fett ist.
Gerade Fett ist eine der häufigsten Brandursachen in Küchen.

Wenn Sie Fett zu lange in Ihrer Pfanne oder dem Topf erhitzen, kann es passieren, dass es sich entzündet.
 

Jetzt kann es zu einer falschen Reaktion kommen: 

 ... Wasser wird zum Ablöschen des Brandes über das brennende Fett gegossen ...

Das Wasser sinkt, weil es schwerer ist als Fett oder Öl, schnell auf den Boden der Pfanne.
Dort verdampft es schlagartig, weil das Öl viel heißer als 100 °C werden kann.
Wenn aber Wasser verdampft, braucht es viel mehr Platz. 1 Liter Wasser ergibt 1700 Liter Wasserdampf. Die große Menge Wasserdampf breitet
sich auf dem einzigen möglichen Weg aus - nach oben !
Dabei nimmt der Wasserdampf das brennende Fett oder Öl mit und es entsteht ein großer Feuerball, die so genannte Fettexplosion. Die dabei entstehende Stichflamme entzündet die Gegenstände in der Umgebung oder führt gegebenenfalls zu schrecklichen Verbrennungen.

Wie lösche ich einen Fettbrand?

Fettbrände niemals mit Wasser löschen ! Wenn das Fett brennt, schieben Sie von der Seite den Deckel über die Pfanne, damit ersticken Sie das Feuer. Nun können Sie vorsichtig die heiße Pfanne ins Freie tragen und sie dort abkühlen lassen. Lassen Sie niemals heißes Fett aus den Augen. Muss die Küche verlassen werden, nehmen Sie die Pfanne oder den Topf von der Herdplatte. 

Als Alternative hierzu wurde erst kürzlich eine neue Brandklasse F (Fettbrände) eingerichtet, für die spezielle mobile Löschgeräte entwickelt wurden. Achten Sie hierfür auf das Zeichen für die Brandklasse F auf Ihrem Feuerlöscher denn nur dann ist er für das Löschen von Fettbränden geeignet.

Ist die Situation bei einem Fettbrand aus Ihrer Sicht nicht zu beherrschen, dann informieren Sie über einen Notruf 112 die Feuerwehr und verhalten Sie sich wie einem Brandfall.

 
Ergänzende Tipps

 


 

GEFAHRSTOFFE

 

 

Gefährliche Stoffe ist ein sehr weit gefasster Oberbegriff für alle Stoffe die den Menschen und/oder Tieren in irgendeiner Weise gefährlich werden können. Diese Stoffe können uns immer und überall in unserem Alltag begegnen. Entweder weil sie in ihrem Normalzustand schon als gefährlich einzustufen sind, oder weil sie durch bestimmte Umstände (z.B. Brände) erst gefährlich werden.

Die bei Bränden frei werdenden gefährlichen Stoffe sind nur sehr schwer zu bestimmen. Deshalb kann man hier auch keine gezielten Schutz- oder Gegenmaßnahmen ergreifen. Ein wirksamer Schutz ist hier nur das tragen eines umluftunabhängigen Atemschutzgerätes und, wenn nötig, eines Chemikalien-Vollschutz-Anzuges.

Diese Geräte sind aber meistens den Feuerwehrkameraden vorbehalten. Als normaler Bürger oder Betroffener eines Brandes bleibt oft nur die Flucht ins Freie. Dort wo kein Rauch ist, da sind auch keine großartigen Gefahren zu befürchten.

 
 UN-Nummer (Stoffnummer)
     
Bei den gefährlichen Stoffen die aufgrund ihrer Beschaffenheit schon als gefährlich einzustufen sind sieht das ganz anders aus. Alle diese Stoffe werden von einem Expertenkomitee der Vereinten Nationen (UN) in Listen eingeteilt. Jedem dieser Stoffe wird dabei eine eindeutige vierstellige Stoffnummer zugewiesen. Diese Nummer wird UN-Nummer oder Stoffnummer genannt und ist weltweit gültig.

Hier einige Beispiele:

   

1057  Feuerzeuge mit entflammbarem Gas
1202  Dieselkraftstoff oder Heizöl
1203  Benzin
1230  Methanol
1950  Druckgaspackungen (Sprühdosen) mit entflammbaren Aerosolen
   
Für jeden Stoff sind dabei auch bestimmte Gefahrzettel zugeteilt. Gefahrzettel sind auf der Spitze stehende Quadrate im Format 10 x 10 cm (für Packstücke) oder 25 x 25 cm  (für LKW, Tanks oder Container). Im oberen Teil stellt ein Piktogramm die jeweilige Gefahr so einfach wie möglich dar. Im unteren Teil ist die Art der Gefahr durch einen Nummerncode (Gefahrgutklasse) beschrieben.

 

 Gefahrzettel mit Gefahrgutklassen und Beschreibung

Klasse

1

Sprengstoffe und Gegenstände, die Sprengstoffe enthalten

(mit 6 Unterklassen)

Klasse

2.1

Gase (entzündbar)

Klasse

2.2

Gase (nicht entzündbar)

Klasse

2.3

Gase (giftig)

Klasse

3

Entzündbare flüssige Stoffe

Klasse

4.1

Entzündbare feste Stoffe

Klasse

4.2

Selbstentzündliche Stoffe

Klasse

4.3

Stoffe, die mit Wasser entzündliche Gase bilden

Klasse

5.1

Entzündend (oxidierend) wirkende Stoffe

Klasse

5.2

Organische Peroxide

Klasse

6.1

Giftige Stoffe

Klasse

6.2

Ansteckungsgefährliche Stoffe

Klasse

7

Radioaktive Stoffe

Klasse

8

Ätzende Stoffe

Klasse

9

Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände

 

 

 Orangefarbene Warntafel
     
Werden gefährliche Stoffe auf der Straße oder der Schiene transportiert, so müssen die Fahrzeuge mit einer orangefarbenen Warntafel im Format 30 x 40 cm versehen sein. Das Format kann in bestimmten Fällen auf 12 x 30 cm verkleinert werden (z.B. bei sehr kleinen Fahrzeugen). Bei Tankfahrzeugen müssen die Warntafeln in zwei Hälften geteilt und mit Nummern versehen werden. Die untere Zahl zeigt dabei die zuvor beschriebene Stoffnummer (UN-Nummer). Bei der oberen Zahl handelt es sich um die Gefahrennummer. Mit dieser Nummer wird die Art der Gefahr beschrieben. Dabei gelten folgende Zahlen:
   
1 Nicht vergeben
2 Gefahr des Entweichens von Gas
3 Entzündbarkeit von flüssigen Stoffen
4 Entzündbarkeit von festen Stoffen
5 Oxidierende (brandfördernde) Wirkung
6 Gefahr durch Giftigkeit oder Ansteckung
7 Gefahr durch Radioaktivität
8 Gefahr durch Ätzwirkung
9 Gefahr einer spontanen heftigen Reaktion
X Stoff reagiert in gefährlicher Weise mit Wasser
     
Die Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr (Gefahrnummer) besteht aus mindestens zwei bis maximal drei Ziffern, die die wichtigsten von dem Stoff ausgehenden Gefahren aufzählt, eventuell mit einem vorangestellten X für Zusatz-Gefahr mit Wasser (da es bei Löscheinsätzen wichtig ist). Kombinationen von verschiedenen Ziffern sind möglich.

Wenn die Gefahr durch eine Ziffer ausreichend beschrieben wird und keine zusätzliche Gefahr besteht, so wird eine Null angehängt, um mindestens zwei Stellen zu erzeugen.

Eine leere (neutrale) Warntafel wird dann verwendet, wenn unterschiedliche Gefahrgüter zusammen transportiert werden, also beispielsweise unterschiedliche Kartons oder Paletten, oder die einzelnen Kammern eines Tankwagens mit unterschiedlichen Stoffen gefüllt sind (z.B. Diesel-, Benzin-, und Superkraftstoff).

     
     
Welche Maßnahmen kann ich einleiten?
     

Geeignete Erstmaßnahmen für jeden Bürger

     
Sollten Sie Zeuge eines Unfalls mit gefährlichen Stoffen sein, können Sie folgende sehr wichtige Erstmaßnahmen durchführen, ohne sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Diese Erstmaßnahmen sind für die weitere Abarbeitung des Einsatzes durch die Feuerwehr von großer Bedeutung. Außerdem helfen Sie den Schaden so gering wie möglich zu halten.

Absperrung der Unfallstelle mit einfachsten Mitteln (Faustwert: 50 Meter Abstand, bei explosiven Stoffen: 500 Meter)

Hilfe rufen! Absetzen des Notrufs 112 unter genauer Beschreibung der Unfallstelle

Sichern aller Daten die für die Erkennung des gefährlichen Stoffes wichtig sein können (z.B. Ladepapiere einsammeln, mit Fahrer sprechen...)

Auf Windrichtung achten! Nicht in der Gefahrstoffwolke stehen!

Zündquellen unbedingt vermeiden. Kein rauchen, keine offene Flamme!

Andere Bürger vor der Gefahr warnen.
Halten Sie sich auf jeden Fall weiter zur Verfügung! Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei haben mit Sicherheit noch Fragen an Sie!!!

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